Infografik: Kontrolluntersuchungen bei CML

Nach den Untersuchungen zur Diagnose sind regelmäßige Blut- oder Knochenmarkuntersuchungen zur Kontrolle des Therapieerfolgs nötig. Die Infografik erläutert die Routineuntersuchungen und wann diese durchgeführt werden.

 Infografik: Kontrolluntersuchungen bei CML

Abb.: Ausschnitt aus der Infografik "Kontrolluntersuchungen bei CML" (Klicken Sie, um die komplette Infografik zu sehen)

Untersuchungen von Blut und Knochenmark sind zum einen bei der Diagnosestellung einer CML von Bedeutung, zum anderen spielen sie eine wichtige Rolle zur Therapiekontrolle (Monitoring) [1,2,3,4].

Besteht ein Verdacht auf eine CML, wird folgende Diagnostik durchgeführt:

Untersuchung

Anmerkungen

Anamnese

Abgeschlagenheit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Knochenschmerzen oder Oberbauchbeschwerden bei Milzvergrößerung

körperliche Untersuchung

Milzgröße

Blutbild

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) mit mikroskopischem Differentialblutbild, Blutplättchen (Thrombozyten), Hämoglobin

Blutprobe

PCR auf BCR-ABL als Ausgangspunkt für die Therapieverlaufskontrollen

Knochenmarkuntersuchung

  • Anteil an Vorläuferzellen (Blasten und Promyelozyten)
  • Anzahl an Blasten
  • Anteil bestimmter weißer Blutkörperchen (eosinophile und basophile Granulozyten)
  • Untersuchung auf das Philadelphia-Chromosom (Metaphasen-Analyse)

Tab. 1 Quelle: Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO): Chronische myeloische Leukämie (Stand: Januar 2013).

Zu den Routineuntersuchungen der Verlaufskontrolle bei CML zählen: [1,2,4]

  • Die Blutuntersuchung (hämatologische Untersuchung) zur Bestimmung der Zellzahl sowie dem Anteil und Reifegrad einzelner Zellarten, z. B. Granulozyten, an der Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen. Die Auswertung der verschiedenen Zellarten wird auch als Differentialblutbild bezeichnet.
  • Die zytogenetische Untersuchung zum Nachweis des Philadelphia-Chromosoms, das in den meisten Fällen die CML verursacht, oder anderer Veränderungen der Erbsubstanz.
  • Die molekulargenetische Untersuchung zur mengenmäßigen Bestimmung von BCR-ABL, als Anzeiger für das Ansprechen auf die Therapie.

Die Blutuntersuchung und die molekulargenetische Untersuchung werden anhand einer Blutprobe durchgeführt. Für die zytogenetische Untersuchung wird Knochenmark entnommen.

Zur Therapiekontrolle ist es wichtig, dass die verschiedenen Untersuchungen in bestimmten Abständen durchgeführt werden (siehe Infografik). So kann frühzeitig festgestellt werden, wenn die Therapie nicht wie erwartet anschlägt und die CML fortschreitet. [3,4]

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Stand: 2014, Veronika Meier
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Überblick Kontrolluntersuchungen
Quellen:
[1] Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO): Chronische myeloische Leukämie (Stand: Januar 2013) https://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/cml
[2 Baccarani M, Deininger MW, Rosti G: European LeukemiaNet recommendations for the management of chronic myeloid leukemia: 2013. Blood. 2013;122:885–892
[3] Deutsche Krebshilfe: Blauer Ratgeber Nr. 20 – Leukämie bei Erwachsenen (Stand: Juli 2013)
[4) Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe: Chronische Myeloische Leukämie. Ratgeber für Patienten (Stand: März 2013)