Digitales Mikroskop

Bei der chronischen myeloischen Leukämie (CML) werden zur Diagnose und zur Kontrolle des Therapieverlaufs regelmäßig Blutuntersuchungen durchgeführt. Im Labor wird gezielt nach typischen Veränderungen im Blut gesucht.

Hier können Sie selbst einmal einen Blick durch das Mikroskop werfen. Um die einzelnen Zellen besser sichtbar zu machen, wurden die Blutproben mittels einer speziellen Technik angefärbt.

Dies sind die lichtmikroskopischen Aufnahmen von gesundem Blut (1) und vom Blut eines Patienten mit CML in der chronischen Phase (2). Sie können jeweils eine zweite Vergrößerungsstufe einstellen. Ziehen Sie die Objektträger einfach mit der Maus unter das Mikroskop.

Sie sehen in beiden Blutbildern rote Blutkörperchen (klein, meist kreisförmig, rötlich, ohne Zellkern) und weiße Blutkörperchen (groß, hellviolett mit dunkelviolettem Zellkern). Im Vergleich sehen Sie in der chronischen Phase mehr weiße Blutkörperchen vorliegen als bei gesundem Blut. 

Im Blutbild der chronischen Phase sehen Sie in der zweiten Vergrößerung zwei weiße Blutkörperchen. Deren Zellkerne sind im Vergleich zu denen bei gesundem Blut nicht segmentiert, sondern eine einzige große Form. Dies deutet darauf hin, dass die beiden Zellen noch unreif und damit nicht funktionstüchtig sind.

Lesen Sie mehr zur Entwicklung der Blutzellen unter Hämatologisches Ansprechen – das Blutbild im Verlauf der Therapie.

1. Gesundes Blut 2. Blut in chronischer Phase der CML 

  • Zoom 1
  • Zoom 2

CML-Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Thoralf Lange, Leipzig.

Stand: 2014, Cornelia Dietz
Teaser: Linktitel: 
Durch das digitale Mikroskop schauen