• Schriftgröße

Bei einer CML Therapie können Nebenwirkungen auftreten.

Nebenwirkungen der CML-Therapie

Neben den erwünschten Wirkungen eines Medikaments kann es bei allen Arzneimitteln auch zu unerwünschten Wirkungen - sogenannten Nebenwirkungen - kommen. Bei aggressiven Medikamenten wie sie in der Krebstherapie verwendet werden, müssen Nebenwirkungen vergleichsweise häufig in Kauf genommen werden. Je nach Schweregrad sind diese „nur" unangenehm oder unbedingt behandlungsbedürftig. Deshalb sollte sich der Patient an seinen Arzt wenden, wenn Nebenwirkungen auftreten. Zusätzliche Medikamente können zusammen mit Maßnahmen, die der Betroffene selbst ergreifen kann, oft Linderung oder Abhilfe schaffen.

Therapie der chronischen myeloischen Leukämie – Nebenwirkungen in den Griff bekommen

19.10.2010

Die Therapie der CML zielt darauf ab, die Leukämiezellen weitgehend zurückzudrängen. Hierbei kann es zu Komplikationen oder Nebenwirkungen kommen, die sich aber häufig durch ergänzende Therapien bessern lassen.

Therapie der CML – Nebenwirkungen in den Griff bekommenUm die chronische myeloische Leukämie (CML) möglichst stark zurückzudrängen, kommt es zum Einsatz von Medikamenten, die Zellen zerstören können. Obwohl diese Medikamente in der Regel gut verträglich sind, kann es zu mehr oder weniger ausgeprägten Nebenwirkungen oder Komplikationen kommen. Solche unerwünschten Nebenwirkungen können häufig wirksam gelindert werden. Welche Medikamente und Maßnahmen im Einzelfall eingesetzt werden, entscheidet der behandelnde Arzt in Abstimmung mit dem Patienten.

Wichtig ist: Wenn solche Begleiterscheinungen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt so bald wie möglich darüber in Kenntnis setzen; auch dann, wenn diese eher milde sind, Sie aber in Ihrem Alltag beeinträchtigen. Bis dahin sollten Sie die Behandlung aber zunächst wie verordnet weiterführen. Denn wenn die Medikamenteneinnahme unterbrochen wird oder die Dosis selbständig reduziert wird, ist der Erfolg der Krebstherapie gefährdet. Ihr Arzt entscheidet dann gemeinsam mit Ihnen über das weitere Vorgehen und darüber, wie die Nebenwirkungen gelindert werden können.

Die meisten CML-Patienten werden mittlerweile mit so genannten Tyrosinkinasehemmern behandelt. Die nachfolgend beschriebenen Nebenwirkungen können bei diesen Patienten relativ häufig auftreten, unterscheiden sich aber, je nachdem, welches Medikament zur Behandlung eingesetzt wird.

 

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall

Stehen diese Beschwerden in Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme, können manchmal schon einfache Maßnahmen Linderung bringen, wie z. B. die Tabletten mit mehr Flüssigkeit einzunehmen. Mit Ihrem Arzt sollten Sie besprechen, ob es sinnvoll ist, die Ernährung umzustellen. Darüber hinaus stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, die Brechreiz und Übelkeit sowie Durchfälle bessern können.

 

Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)

Häufig treten Ödeme in den Beinen oder in der Augenpartie auf. Zum Teil können Ödeme in den Beinen durch vermehrte Bewegung oder Stützstrümpfe verringert werden. Gefährliche Komplikationen wie Wassereinlagerungen, beispielsweise in die Lunge oder in den Herzbeutel, sind selten. Lassen sich die Wassereinlagerungen durch einfache Maßnahmen nicht bessern, sollten Medikamente, die die Wasserausscheidung fördern (Diuretika) zum Einsatz kommen.

 

Muskelkrämpfe

Hinter Muskelkrämpfen verbirgt sich oft ein Mangel an Kalzium oder Magnesium. Dieser lässt sich meist durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel verbessern. Zusätzlich können magnesium- und kalziumreiche Lebensmittel (z. B. Vollkornprodukte, Milchprodukte) zur Besserung beitragen

 

Schmerzen der Skelettmuskulatur, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen

Gelegentlich kann es während der Krebstherapie zu Schmerzen in der Muskulatur und in den Gelenken oder zu Kopfschmerzen kommen. Zu deren Behandlung stehen verschiedene Schmerzmittel zur Verfügung.

 

Hautausschlag, Juckreiz

Nebenwirkungen der Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern können sich unter Umständen auch in Form von Hautreizungen, Ausschlägen oder Juckreiz äußern. Hautcremes oder -lotionen mit unterschiedlichen entzündungs- oder juckreizstillenden Wirkstoffen können hier Linderung verschaffen.

 

Chronische Müdigkeit: Fatigue

Chronische Müdigkeit kann eine Begleiterscheinung der Krebstherapie sein. Hier gilt es, die Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden. Während Sie einerseits schonend mit Ihren Kraftressourcen umgehen sollten, kann andererseits regelmäßige Bewegung und Sport die Symptome bessern.

Quellen: Onmeda-Internetportal, Deutsches Ärzteblatt
Stand: 14.12.2009
Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Dies ist ein Service von Novartis Oncology.
Ratgeber CML
Ratgeber CML
Zum Download und Bestellen:
In dem Ratgeber CML finden Krebspatienten und Angehörige wertvolle Informationen.
mehr