Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist oft ein Zufallsbefund. Die Betroffenen sind häufig beschwerdefrei oder haben nur uncharakteristische Symptome, wie sie auch bei vielen anderen Erkrankungen vorkommen können.
Chronische Leukämien wie die CML entwickeln sich schleichend und werden oft zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt. Die Betroffenen haben häufig über Jahre hinweg keine Beschwerden. Da es keine typischen Symptome gibt, die auf eine CML hinweisen, kann die Diagnose nur an Hand einer Blutuntersuchung gestellt werden.
Folgende Beschwerden können bei CML auftreten:
Diese Beschwerden entstehen bei der CML im Wesentlichen dadurch, dass sich die weißen Blutkörperchen im Knochenmark unkontrolliert vermehren. Dadurch wird die Bildung anderer Zellarten wie z. B. der roten Blutkörperchen oder der Blutplättchen eingeschränkt.
Der Mangel an roten Blutkörperchen führt zu Beschwerden und Veränderungen, die hauptsächlich aus einer Minderversorgung des Organismus mit Sauerstoff resultieren. Die Patienten sind daher oft müde, abgeschlagen und weniger leistungsfähig. Zudem fallen die Betroffenen durch ihre Blässe auf.
Wenn zu wenige Blutplättchen gebildet werden, wird die Gerinnung gestört. Dies kann sich in einer Blutungsneigung äußern, so dass sich z. B. vermehrt blauen Flecken bilden oder es zu Nasenbluten kommt.
Da das Knochenmark immer weniger gesunde Blutzellen bildet, kann es zur extramedullären (= außerhalb des Knochenmarks) Blutbildung oder einem vorzeitigen Abbau roter Blutkörperchen in der Milz kommen. Die starke Größenzunahme dieser Organe kann zu Oberbauch- oder Rückenbeschwerden führen.
Bei bösartigen Erkrankungen findet sich häufig eine Kombination von Begleitsymptomen. Diese sind zum einen durch einen veränderten Stoffwechsel bei Krebserkrankungen bedingt. Zum anderen setzen Tumorzellen eine Reihe von Stoffen frei, die im Körper eine Art Entzündungsreaktion hervorrufen können.
Zum Symptomenkomplex gehören z. B. ausgeprägter Nachtschweiß, Fieber und starker Gewichtsverlust.
All diese Symptome können, müssen aber nicht bei einer chronisch myeloischen Leukämie vorhanden sein. Auch können sie von Patient zu Patient in unterschiedlicher Ausprägung und sowohl einzeln als auch in Kombination auftreten.